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Seminar in Kooperation mit der Magistratenschule Albanien zur Rom II-Verordnung

Veröffentlicht: Dienstag, 08. Januar 2019
Prof. Dr. Gerhard Hohloch zusammen mit den Referentinnen der Magistratenschule, Aida Bushati (links) und Erinda Meli
Prof. Dr. Gerhard Hohloch zusammen mit den Referentinnen der Magistratenschule, Aida Bushati (links) und Erinda Meli
Albanien

In Zusammenarbeit mit der Magistratenschule Albanien führte die IRZ am 19. und 20. Dezember 2018 ein Seminar zum internationalen Privatrecht durch. Fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Richterschaft und Staatsanwaltschaft fanden sich in Tirana ein, um sich über die Rom II-Verordnung (außervertragliche Schuldverhältnisse) zu informieren.

Nach dem Grußwort des Direktors der Magistratenschule, Sokol Sadushaj, legte Aida Bushati den Stand des internationalen Privatrechts in Albanien dar, dessen gesetzgeberischer Ursprung auf das Jahr 1964 zurückgeht. IRZ-Experte Prof. Dr. Gerhard Hohloch, u.a. Em. Ordinarius für Internationales Privatrecht der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, führte anschließend in die 2009 in Kraft getretene Rom II-Verordnung ein und grenzte sie von den drei restlichen Rom-Verordnungen ab.

Im weiteren Verlauf referierte Aida Bushati zu Schadensregulierengen von Unfällen in Albanien mit Ausländerbeteiligung, woraufhin Prof. Dr. Hohloch die EuGH-Rechtsprechung bezüglich der Auslandsunfälle vor Gericht und Erinda Meli, zweite Referentin der Magistratenschule, die albanische Praxis hinsichtlich der Auslandsunfälle vor Gericht erläuterten.

In Zusammenspiel mit Aida Bushati ging Prof. Dr. Hohloch am zweiten Tag auf Schadensfälle aus grenzüberschreitenden unerlaubten Handlungen (Umweltschädigungen, unlauterer Wettbewerb u.a.) ein. Beschlossen wurde das Seminar mit Vorträgen zu den Themen „Schädigung aus ungerechtfertigter Bereicherung und Geschäftsführung ohne Auftrag“ sowie „Schäden aus Verschulden bei Vertragsabschluss“.

Zukünftig soll es weitere Seminare zur Vermittlung der kollisionsrechtlichen Verordnungen (Rom I, Rom III und Rom IV) geben. Die IRZ will langfristig auch die geplanten Verordnungen Rom V und Rom VI in die Seminarreihe aufnehmen.