Die algerische Delegation beim Besuch im BMJV: Faycal Bourbala, Leiter der Forschungsabteilung; Dr. Felicitas Wannek und Anne Zimmermann, BMJV; Mokhtar Felioune, Generaldirektor der Generaldirektion für Strafvollzug und Resozialisierung Algerien; Stefano Weinberger, Auswärtiges Amt; Mohamed Bordji, Verwaltungsleiter; Mohamed Abidi, IRZ (v.l.n.r.)
Die algerische Delegation beim Besuch im BMJV: Faycal Bourbala, Leiter der Forschungsabteilung; Dr. Felicitas Wannek und Anne Zimmermann, BMJV; Mokhtar Felioune, Generaldirektor der Generaldirektion für Strafvollzug und Resozialisierung Algerien; Stefano Weinberger, Auswärtiges Amt; Mohamed Bordji, Verwaltungsleiter; Mohamed Abidi, IRZ (v.l.n.r.)

Vom 11. bis 16. Dezember 2017 empfing die IRZ eine erste Delegation aus Algerien zum Thema „Reformierung des Strafvollzugs und Resozialisierung von Haftinsassen“ in Berlin. Die Reise fand im Rahmen des neu angelaufenen Tandemprojekts im Bereich Strafvollzug zwischen dem Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und dem Auswärtigen Amt (AA) statt.

Die Delegationsteilnehmer, unter ihnen der Leiter der algerischen Strafvollzugsbehörde, Mokhtar Felioune, informierten sich bei ihrem Besuch über das deutsche Strafvollzugssystem mit besonderem Fokus auf Resozialisierungsprogramme und die Eingliederung von Inhaftierten.

Vor diesem Hintergrund wurde die Delegation zu Gesprächen im BMJV sowie bei der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung empfangen.

Neben diesen Fachgesprächen besuchten die algerischen Gäste drei Justizvollzugsanstalten: die JVA des Offenen Vollzugs, die JVA Heidering und die JVA Plötzensee. Sie führten zudem Gespräche mit deutschen Kolleginnen und Kollegen der Sozialen Dienste der Justiz, der Gerichts- und Bewährungshilfe Berlin und der Aus- und Weiterbildungsstätte des Justizvollzugs.

In Algerien werden bereits seit einigen Jahren ernsthafte Reformen und Modernisierungsmaßnahmen im Strafvollzugswesen durchgeführt. So wurden mehrere Gefängnisse neu gebaut und insbesondere in den Aufbau von Bildungs- und Resozialisierungsprogrammen investiert.

Der Besuch bot daher sowohl der algerischen als auch der deutschen Seite die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen wie die De-Radikalisierung von Inhaftierten zu diskutieren.

Nach dem gelungenen Auftakt wird die IRZ die algerischen Reformbemühungen im Rahmen des BMJV-AA-Projekts auch in den folgenden Jahren unterstützen.