Zweites Treffen der Reformkommission für den algerischen Strafvollzug
Zweites Treffen der Reformkommission für den algerischen Strafvollzug
Algerien

Am 19. Februar 2019 fand in Algier das zweite Treffen der Reformkommission für den algerischen Strafvollzug statt. Die IRZ organisierte die Veranstaltung im Rahmen eines Tandemprojekts, welches vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit einer Laufzeit von 2017 bis 2019 gefördert wird.

Die Reformkommission wurde im Dezember 2017 gegründet und soll die Durchführung des Projekts sicherstellen und zur Entwicklung von Strategien für die Reformen im algerischen Strafvollzug beitragen. Ziel des diesjährigen Treffens war es, ein Fazit des Projektverlaufes im vergangenen Jahr zu ziehen und die Aktivitäten im letzten Projektjahr 2019 zu planen.

Im Zentrum der Projektarbeit stehen vier Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen des Strafvollzugs, welche gemeinsam ein Handbuch für den algerischen Strafvollzug entwickeln. Zum Abschluss des Projekts ist Ende 2019 eine Konferenz in Algier geplant, bei der die Projektergebnisse präsentiert werden sollen.

Von deutscher Seite wurde die Veranstaltung durch Experten des Justizvollzugs Nordrhein-Westfalens und Berlins begleitet:

  • Kai Abraham, Referent in der Abteilung III der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin,
  • Dr. Stefan Cassone, Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Abt. IV Justizvollzug – Ref. IV A 3 - Jugendvollzug, Frauenvollzug, Sozialdienst, sowie
  • Andreas Illerhaus, Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Abt. IV Justizvollzug, Referat IV B 3 Organisation u. Logistik Justizvollzug.

Das Treffen begann mit einer Begrüßung durch den Direktor der Strafvollzugsbehörde, Mokhtar Felioune, sowie den Leiter des Projektbereich Nordafrika / Nahost der IRZ, Mohamed Montasser Abidi. Beide Seiten betonten, dass die gemeinsame Zusammenarbeit als sehr positiv und erfolgreich zu werten ist.

Im weiteren Verlauf des Treffens besprachen die algerischen und deutschen Arbeitsgruppenmitglieder gemeinsam die nächsten Schritte in der Entwicklung des Handbuchs bzw. der Empfehlungen für den Strafvollzug in allen vier Arbeitsgruppen. Zudem tauschten sie sich über die Potenziale und Themengebiete einer möglichen Zusammenarbeit über das Projektende hinaus aus. Wie auch bei den vergangenen Treffen war die Zusammenarbeit von einer ausgesprochen konstruktiven und produktiven Arbeitsatmosphäre geprägt.