Während des Vortrags von Harriet Krüger (links am Rednerpult): Borislav Čvoro, Ermittler bei der SIPA; Rita Linderoth, IRZ; Kammerpräsident Branislav Rakić (v.l.n.r.)
Während des Vortrags von Harriet Krüger (links am Rednerpult): Borislav Čvoro, Ermittler bei der SIPA; Rita Linderoth, IRZ; Kammerpräsident Branislav Rakić (v.l.n.r.)
Bosnien und Herzegowina

Am 28. Oktober 2019 veranstaltete die IRZ gemeinsam mit der Rechtsanwaltskammer der Republika Srpska das Seminar „Verhinderung der Geldwäsche – Anwendung der gesetzlichen Vorschriften der Anwaltspraxis in der Republika Srpska und die anwaltlichen Pflichten bezüglich der Geldwäscheprävention in Deutschland“. Das Seminar war die erste gemeinsame Veranstaltung der IRZ mit der Rechtsanwaltskammer der kleineren der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina.

Der Präsident der Rechtsanwaltskammer der Republika Srpska, Branislav Rakić, und Rita Linderoth, Senior Projektmanagerin bei der IRZ, eröffneten das Seminar. Das Auftaktreferat übernahm Borislav Čvoro, Ermittler bei der Ermittlungsbehörde zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität SIPA (State Investigation and Protection Agency). Er referierte zu den einschlägigen Vorschriften in Bosnien und Herzegowina sowie den Verpflichtungen, die sich daraus für Anwältinnen und Anwälte ergeben. Im Anschluss stellte die Kölner Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht, Harriet Krüger, die Situation in Deutschland anhand zahlreicher Fälle aus der Praxis dar. Da die deutschen Vorschriften denjenigen in der Republika Srpska ähneln, es aber dort noch keine Anwendungspraxis gibt, war der Vortrag von Harriet Krüger gleichzeitig ein Beitrag zur Rechtsanwendung.

An die Vorträge schloss sich eine intensive Diskussion an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besprachen vor allem das Spannungsverhältnis zwischen anwaltlicher Verschwiegenheit und Meldepflichten zur Verhinderung von Geldwäsche.