Projektpartner und Gäste bei der Eröffnung des Demokratieunterrichts in Haskovo: Dejan Janev, Rektor des dortigen Gymnasiums „Prof. Dr. Assen Zlatarov“; Ulrike Schultz, Referentin; Kremena Ehrmann, IRZ (1. Reihe v.l.n.r.); sowie Maria Angelova, Direktorin des Amtsgerichts Haskovo, und Ivan Panajotov, Vertreter des Bildungsministeriums (2. Reihe rechts)Projektpartner und Gäste bei der Eröffnung des Demokratieunterrichts in Haskovo: Dejan Janev, Rektor des dortigen Gymnasiums „Prof. Dr. Assen Zlatarov“; Ulrike Schultz, Referentin; Kremena Ehrmann, IRZ (1. Reihe v.l.n.r.); sowie Maria Angelova, Direktorin des Amtsgerichts Haskovo, und Ivan Panajotov, Vertreter des Bildungsministeriums (2. Reihe rechts)

Am 4. Oktober 2016 wurde am Fremdsprachengymnasium "Prof. Dr. Assen Zlatarov" in der bulgarischen Stadt Haskovo die achte Veranstaltung aus der Reihe „Demokratie und Recht“ eröffnet. Nach einem traditionellen Tanz, der vom Schülerensemble zum Auftakt aufgeführt wurde, begrüßte Schulleiter Dejan Janev die Referentin Ulrike Schultz, die IRZ sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen aus der Region. Das Projekt, seine Entstehungsgeschichte und die inhaltlichen Schwerpunkte des Unterrichts wurden den Gästen und der Presse von der Beraterin der IRZ für die Zusammenarbeit mit der Republik Bulgarien, Kremena Ehrmann, vorgestellt. Begrüßungsworte sprachen auch der regionale Vertreter des Bildungsministeriums, die Bildungsbeauftragte der Stadt und die Direktorin des Bezirksgerichts Haskovo.

Seit 2013 führt die IRZ in Zusammenarbeit mit der Vizepräsidentin der Republik Bulgarien, Margarita Popova, den Kurs für die Oberstufe der deutschsprachigen Gymnasien durch. Die Schule in Haskovo ist die achte nach den Gymnasien in Lovech, Blagoevgrad, Sofia, Pazardzhik, Razgrad, Kardzhali und Burgas. Ca. 100 Schülerinnen und Schüler der 10., 11. und 12. Klasse werden in drei Gruppen mit Grundprinzipien der Demokratie, der Staatsorganisation und des Rechts vertraut gemacht. Ziel des viertägigen Unterrichts ist die Sensibilisierung der jungen Menschen für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie und dadurch die Unterstützung einer stark motivierten zukünftigen Bürgergesellschaft.

Das Programm basiert auf dem Rechtskundeunterricht des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde speziell für die bulgarischen Gegebenheiten angepasst. Die Referentin, Ulrike Schultz, war bis vor kurzem akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht der Fernuniversität in Hagen und ist maßgeblich an der Entwicklung des Rechtskundeunterrichts in NRW beteiligt.

Das Interesse bei den bulgarischen Schulen ist groß. Der nächste Kurs wird gleich im Anschluss vom 10. bis 13. Oktober 2016 in Smoljan stattfinden.