Eröffnung in Smoljan: Margarita Popova, Vizepräsidentin der Republik Bulgarien; Nadezhda Goranova, Rektorin des Gymnasiums; Referentin Ulrike Schultz; Kremena Ehrmann, Beraterin der IRZ für die Zusammenarbeit mit Bulgarien (v.r.n.l.)Eröffnung in Smoljan: Margarita Popova, Vizepräsidentin der Republik Bulgarien; Nadezhda Goranova, Rektorin des Gymnasiums; Referentin Ulrike Schultz; Kremena Ehrmann, Beraterin der IRZ für die Zusammenarbeit mit Bulgarien (v.r.n.l.)

Die Vizepräsidentin der Republik Bulgarien, Margarita Popova, eröffnete am 10. Oktober 2016 in der bulgarischen Stadt Smoljan die neunte Veranstaltung aus der Reihe „Demokratie und Recht“, die von der IRZ in Zusammenarbeit mit dem Präsidialamt organisiert wird. Vor den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Gästen sprach Margarita Popova über die Demokratie als Lebensweise und betonte, wie wichtig es ist, Brücken zwischen den Ländern und den einzelnen Menschen zu errichten. Sie würdigte das nachhaltige Engagement der IRZ in diesem Projekt und die langjährige Arbeit mit Institutionen in Bulgarien.

Seit 2013 führt die IRZ den Kurs für die Oberstufe der deutschsprachigen Gymnasien durch. Die Schule in Smoljan profitierte nach den Gymnasien in Lovech, Blagoevgrad, Sofia, Pazardzhik, Razgrad, Kardzhali, Burgas und Haskovo mit etwa 70 Schülerinnen und Schüler von der Veranstaltung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit den Grundprinzipien der Demokratie, der Staatsorganisation und des Rechts vertraut gemacht. Ziele des viertägigen Unterrichts sind die Sensibilisierung der jungen Menschen für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie und dadurch die Unterstützung einer stark motivierten zukünftigen Bürgergesellschaft.

Das Programm basiert auf dem Rechtskundeunterricht des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde speziell für die bulgarischen Gegebenheiten angepasst. Die Referentin, Ulrike Schultz, war bis vor kurzem akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht der Fernuniversität in Hagen und ist maßgeblich an die Entwicklung des Rechtskundeunterrichts in NRW beteiligt.

Schulen aus ganz Bulgarien bekunden ihr Interesse für den Kurs beim Präsidialamt. Für die Fortführung des Projekts im nächsten Jahr werden zwei bis drei weitere Gymnasien ausgewählt.