Einführungsvortrag von Rechtsanwältin Kerstin Gröne (r.), neben ihr auf dem Podium: RA Jan Helge Kestel; Joachim Hecker, Deutsche Botschaft Tiflis; David Asatiani, Vorstandsmitglied der georgischen Anwaltskammer; Teresa Thalhammer, IRZ (v.l.n.r.)
Einführungsvortrag von Rechtsanwältin Kerstin Gröne (r.), neben ihr auf dem Podium: RA Jan Helge Kestel; Joachim Hecker, Deutsche Botschaft Tiflis; David Asatiani, Vorstandsmitglied der georgischen Anwaltskammer; Teresa Thalhammer, IRZ (v.l.n.r.)

Die Mediation war Gegenstand einer Veranstaltung von IRZ, Bundesrechtsanwaltskammer und georgischer Anwaltskammer am 17. und 18. Oktober in Tiflis, Georgien. Auch im georgischen Rechtssystem gibt es erste Ansätze zur Einführung von Mediation als alternativer Streitbeilegungsmethode, die dort in erster Linie durch Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte durchgeführt wird. Daher bestand großes Interesse auf Seiten der georgischen Anwaltschaft, sich über die Erfahrungen in der Mediation in Deutschland zu informieren.

Im Rahmen der Initiative „Law – made in Germany“ fand hierzu ein anderthalbtägiger Workshop statt, der sich an die georgische Anwaltschaft richtete. Zwei georgische Rechtsanwälte, die nach dem georgischen System bereits als Mediatoren zertifiziert sind, skizzierten dabei das georgische Modell der anwaltlichen Mediation und ihre bisherigen Erfahrungen damit.

Von deutscher Seite gaben Kerstin Gröne, Mediatorin und Rechtsanwältin bei Luther in Köln, und ihr Erfurter Kollege Jan Helge Kestel, Mediator sowie Partner bei Caemmerer Lenz in Erfurt und Präsident der Rechtsanwaltskammer Thüringen, einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben der anwaltlichen Mediation in Deutschland. Dabei waren auch die Ausbildung und berufsrechtliche Fragen Thema.

Im Mittelpunkt standen aber die praktischen Aspekte der Mediation, etwa die Prozessrisikoanalyse oder auch Fragetechniken, die anhand von Fallbeispielen erläutert wurden. Es kam zu angeregten Diskussionen und einem lebhaften, kollegialen Austausch. Eröffnet wurde der Workshop von Joachim Hecker, Leiter der Referate für Wirtschaft und Rechts- und Konsularwesen bei der Deutschen Botschaft in Tiflis, Rechtsanwältin Dr. Veronika Horrer, Geschäftsführerin der Bundesrechtsanwaltskammer, und von Zaza Khatiaschwili, Präsident der Anwaltskammer Georgiens.

Diese Veranstaltung war ein weiterer Baustein der langjährigen und produktiven Zusammenarbeit zwischen den Kammern Georgiens und Deutschlands, ermöglicht durch die IRZ.