Georgische Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Thomas Müller (Mitte), Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe
Georgische Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Thomas Müller (Mitte), Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe

Vom 22. bis 24. Februar 2018 fand eine Schulung für die Traineranwärter des georgischen Trainingszentrums für Strafvollzug und Bewährungshilfe (PPTC) in Rustavi/ Georgien statt. Dabei ging es um die Erfordernisse im Umgang und bei der Behandlung von Gefangenen mit speziellen Bedürfnissen.

An der Schulung nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Dienste von Justizvollzugsanstalten aus ganz Georgien teil, u.a.:

  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter,
  • Psychologinnen und Psychologen sowie
  • Angehörige des Aufsichtspersonals.

Sie sollen künftig für das PPTC weitere Schulungen von Vollzugsbediensteten zu diesen Themen mit durchführen und auf diese Weise als Multiplikatoren tätig werden. Die Veranstaltung wurde durch den Direktor des PPTC, Avtandil Mikanadze, eröffnet.

Als Experte und Referent für die IRZ bestritt diese Veranstaltung der Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe, Thomas Müller. Der Referent behandelte zunächst den Vollzug von langen Freiheitsstrafen (Planung, Gestaltung, Entlassungsvorbereitung, psychiatrische Probleme bei Gefangenen). Er ging danach auf der Basis der Empfehlungen der Vereinten Nationen auf den Umgang mit Gefangenen mit besonderen Bedürfnissen ein:

  • Frauen,
  • Jugendliche,
  • Senioren,
  • Gefangene mit Behinderungen,
  • Angehörige ethnischer Minderheiten sowie
  • ausländische Gefangene.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung waren sehr engagiert und motiviert. In den Gruppenarbeiten identifizierten und diskutierten sie zunächst Probleme bei der Arbeit mit Gefangenen mit speziellen Bedürfnissen. Im Anschluss erarbeiteten sie mögliche Themen und Ziele für die eigentlichen Schulungen der Vollzugsmitarbeiterinnen und Vollzugsmitarbeiter.