Delegation aus Vertreter/innen des Justizministeriums und des Anwaltsrates der Kirgisischen Republik mit der Justizministerin der Kirgisischen Republik, Jyldyz  Mambetalieva, und Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im BMJV (Bildmitte)

Delegation aus Vertreter/innen des Justizministeriums und des Anwaltsrates der Kirgisischen Republik mit der Justizministerin der Kirgisischen Republik, Jyldyz Mambetalieva, und Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im BMJV (Bildmitte) (Bild: Reiner Habig)

Vom 16. bis zum 21. März 2015 fand eine Studienreise für hochrangige Vertreterinnen und Vertreter des kirgisischen Justizministeriums und des neu gegründeten Anwaltsrates der Republik Kirgisistan nach Berlin statt. Der von der kirgisischen Justizministerin Jyldyz Mambetalieva geleitete Besuch setzt die Beratung der IRZ zu umfassenden Reformen der kirgisischen Anwaltschaft fort, die seit dem Inkrafttreten des "Gesetzes über die Anwaltschaft" im Sommer 2014 umgesetzt werden.

Den Auftakt für den Besuch bildete die Begegnung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Lange im BMJV. Das Programm umfasste außerdem Fachgespräche bei folgenden Institutionen:

  • Gemeinsames Juristisches Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg, Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Berlin,
  • Bundesrechtsanwaltskammer,
  • Deutsch-Zentralasiatische Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags,
  • Anwaltskanzlei Raue LLP, Rechtsanwälte und Notare,
  • Landgericht Berlin.

Im Fokus des Austausches standen die Erfahrungen der deutschen Anwaltschaft auf dem Weg zur Selbstverwaltung und die Rolle der Anwaltschaft als unabhängiges Organ der Rechtspflege in einem rechtsstaatlich orientierten Rechtssystem. Ein besonderes Augenmerk lag auf der juristischen Ausbildung als Grundlage einer hohen Qualität juristischer Dienstleitungen und Voraussetzung für die Anerkennung von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten innerhalb von Justiz und Gesellschaft, was in Kirgisistan noch stark ausbaufähig ist.