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Studienreise einer kosovarischen Delegation zum Thema Kriminalprävention und Resozialisierung von Jugendlichen nach Deutschland

Veröffentlicht: Samstag, 10. November 2018
Während des Gesprächs mit dem Justizvollzugsbeauftragten des Landes NRW, Prof. Dr. Michael Kubink (rechts, Tischende)
Während des Gesprächs mit dem Justizvollzugsbeauftragten des Landes NRW, Prof. Dr. Michael Kubink (rechts, Tischende)
Kosovo

Vom 22. bis 25. Oktober 2018 reisten kosovarische Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Nichtregierungsorganisationen sowie die stellvertretende Ombudsperson Kosovos zu Gesprächen nach Deutschland. Themen der Studienreise, die im Rahmen der Kooperation der IRZ mit UNICEF Kosovo stattfand, waren die Kriminalprävention und Resozialisierung Jugendlicher in Deutschland am Beispiel Nordrhein-Westfalens.

Das intensive Fachprogramm gliederte sich dabei in zwei Teile. Am ersten Tag hatte die Delegation Gelegenheit, bei Gesprächen im nordrhein-westfälischen Justizministerium die Programme und Initiativen des Landes NRW im Bereich Kriminalprävention kennenzulernen. Zudem konnten die kosovarischen Gäste in einem anschließenden Gespräch mit dem Justizvollzugsbeauftragten des Landes NRW, der in Köln seinen Sitz hat, dessen Rolle und Aufgaben diskutieren.

Am zweiten Tag standen Besuche von drei zivilgesellschaftlichen Einrichtungen auf dem Programm, die in Köln eine zentrale Rolle in der Gewaltprävention und Resozialisierung spielen. Dort machte sich Delegation mit den verschiedenen Aufgaben und Rahmenbedingungen dieser Einrichtungen vertraut. So wurden im Gespräch mit dem Verein Brücke Köln e.V. u.a. die Vielzahl von ambulanten Maßnahmen vorgestellt, die in unterschiedlichen Einsatzstellen in Köln durchgeführt werden. Ziel der Einrichtung, die als Schnittstelle zwischen der Stadt Köln und der Justiz fungiert, ist die Arrestvermeidung von Jugendlichen. Ein Ziel, das auch in Kosovo immer mehr in den Fokus rückt.

Die Vorstellung des Heimkonzepts stand sodann beim Förderverein Bewährungshilfe Köln e.V. im Mittelpunkt. Der Förderverein betreibt eine Unterkunft in Köln. Dort werden spezielle Angebote für die Bewohner gemacht, um sie mit Unterstützung eines pädagogischen Teams an ein deliktfreies und selbstständiges Leben heranzuführen.

Als Abschluss der Reise hatte die Delegation die Möglichkeit, sich ein Bild von der Arbeit des Vereins 180 Grad Wende zu machen. Im Rahmen eines beindruckenden Konzepts werden dort sowohl in der Gewaltprävention als auch in der Zusammenarbeit mit Inhaftierten Perspektiven für ein gewaltfreies Leben entwickelt.

Begleitet wurde die Delegation von Richter a.D. Michael Klein, der selbst viele Jahrzehnte als Jugendrichter am Amtsgericht Köln tätig war und dem Thema auch nach seiner aktiven Zeit als Richter weiterhin ehrenamtlich verbunden ist.