Jürgen Böttcher, Teilanstaltsleiter der JVA des Offenen Vollzuges Berlin; Michael Weise, Leiter des Allgemeinen Vollzugsdienst der JVA Tegel; Antje Gade, Leiterin des Rechts- und Konsularreferats der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland; Ellen Hahne, IRZ; Abderrahim Rahouti, Direktor des Ausbildungszentrums der Generaldirektion für Strafvollzug und Resozialisierung (v.l.n.r.)
Jürgen Böttcher, Teilanstaltsleiter der JVA des Offenen Vollzuges Berlin; Michael Weise, Leiter des Allgemeinen Vollzugsdienst der JVA Tegel; Antje Gade, Leiterin des Rechts- und Konsularreferats der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland; Ellen Hahne, IRZ; Abderrahim Rahouti, Direktor des Ausbildungszentrums der Generaldirektion für Strafvollzug und Resozialisierung (v.l.n.r.)

Am 17. und 18. April 2018 veranstaltete die IRZ gemeinsam mit der Generaldirektion für Strafvollzug und Resozialisierung (DGAPR) in Rabat, Marokko, das Seminar „Menschenwürdige Behandlung von Inhaftierten“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Zusammenarbeit mit dem Königreich Marokko auf dem Gebiet des Strafvollzugs“ statt. Dieses Projekt, das durch das Auswärtige Amt im Rahmen der Transformationspartnerschaften mit Nordafrika / dem Nahen Osten finanziert wird, setzt die IRZ im Zeitraum von 2017 bis 2019 um.

Das Seminar diente zur Fortbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Implementierung der Menschenrechtsstandards sowie zum Austausch über die Aus- und Weiterbildung des Personals in diesem Bereich als Grundlage für den Erfolg von Integrations- und Resozialisierungsstrategien. Neben dem menschenwürdigen Umgang mit Inhaftierten wurden Aspekte wie die menschenwürdige Unterbringung sowie die Gewährung von Außenkontakten beleuchtet.

Als deutsche Experten nahmen für die IRZ Michael Weise, Leiter des Allgemeinen Vollzugsdienstes der JVA Tegel, und Jürgen Böttcher, Teilanstaltsleiter der JVA des Offenen Vollzuges Berlin, teil. Das Auswärtige Amt war durch Antje Gade, Leiterin des Rechts- und Konsularreferates der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, vertreten.

In Marokko reagieren die Verantwortlichen seit einigen Jahren auf die Herausforderungen im Strafvollzugswesen und führen ernsthafte Reformen durch. Das Hauptproblem besteht nach wie vor in der Überfüllung der Gefängnisse. Ziel ist es, auch unter diesen Umständen den menschenwürdigen Umgang zwischen Personal und Inhaftierten zu bewahren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten reges Interesse an den diskutierten Inhalten, was sich in den zahlreichen Rückfragen sowie Rückmeldungen zur marokkanischen Situation widerspiegelte. Das Projekt wird durch ein Seminar zu einem weiteren Teilaspekt im Mai 2018 in Rabat fortgesetzt.