Zweites Seminar „Einführung in das deutsche Recht“ für arabischsprachige Geflüchtete mit juristischem Hintergrund in Bonn

Veröffentlicht: Freitag, 20. Oktober 2017
Veronika Keller-Engels (Mitte), IRZ-Hauptgeschäftsführerin, und Mohamed Montasser Abidi (links), Leiter des Projektbereichs Nordafrika/Nahost, begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars
Veronika Keller-Engels (Mitte), IRZ-Hauptgeschäftsführerin, und Mohamed Montasser Abidi (links), Leiter des Projektbereichs Nordafrika/Nahost, begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars

Aufbauend auf der ersten positiven Erfahrung aus dem letzten Jahr, veranstaltete die IRZ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) am 10. und 11. Oktober 2017 ein zweites Seminar für arabischsprachige Geflüchtete mit juristischem Hintergrund zum Thema „Einführung in das deutsche Recht“ in Bonn.

Ziel der Vertiefungsveranstaltung war es, den Aufenthalt der arabischsprachigen Geflüchteten in Deutschland zu gestalten und ihre Integration zu erleichtern. Hierzu organisierte die IRZ eine Einführung in das deutsche Recht und die Grundlagen des Asylsystems in Deutschland.

Die eingeladene Gruppe bestand aus zum Teil sehr erfahrenen syrischen und irakischen Richtern, Rechtsanwälten, Juristen und Beamten sowie Jungabsolventen der Rechtswissenschaften.

Die IRZ wurde durch die erfahrenen Referenten Uwe Stark, Richter am Amtsgericht Siegen, Dr. Arnd Weishaupt, Vorsitzender Richter am OLG Düsseldorf, und Jens Dieckmann, Rechtsanwalt für Asyl- und Strafrecht von der Kanzlei Becher & Dieckmann, unterstützt.

Am ersten Tag des Seminars wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der IRZ-Hauptgeschäftsführerin Veronika Keller-Engels und dem Leiter des Projektbereichs Nordafrika/Nahost, Mohamed Montasser Abidi, begrüßt.

Auf der zweitägigen Veranstaltung befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Grundfragen des Aufenthalts von Flüchtlingen in Deutschland. Zur Sprache kamen dabei das politische Asyl, der subsidiäre Status, die Duldung, die Ausreise und der Familiennachzug sowie die allgemeinen Verfahrensfragen.

Weitere Fragen, die thematisiert wurden, waren:

Besonders wichtig war es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars, sich über die Möglichkeiten einer juristischen Tätigkeit in Deutschland zu informieren.

Wie im Vorjahr stieß die Veranstaltung bei allen Beteiligten auf sehr positive Resonanz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr interessiert und engagiert und konnten viele praktische Fragen aus ihrem Alltag diskutieren.

Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen wird die IRZ das Projekt fortsetzen und vertiefen.