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Erstes Hospitationsprogramm für Rechtsanwenderinnen und Rechtsanwender aus dem Maghreb in Tunesien

Veröffentlicht: Freitag, 25. Oktober 2019
Während des Seminars
Während des Seminars
Multilateral

Vom 6. bis 11. Oktober 2019 bot die IRZ erstmals ein Hospitationsprogramm in französischer Sprache für Rechtsanwenderinnen und Rechtsanwender aus dem Maghreb an. Das Einführungsseminar zum deutschen Zivil-, Verwaltungs-, Anwalts- und Notarrecht richtete sich an Richterinnen und Richter von Zivil- und Verwaltungsgerichten, Notarinnen und Notare sowie Anwältinnen und Anwälte aus Algerien, Marokko und Tunesien. An der Veranstaltung in Hammamet, Tunesien, nahmen insgesamt 30 Personen aus den drei Ländern teil.

Von deutscher Seite wurde das Seminar durch folgende Expertinnen und Experten begleitet:

Nach einer generellen Einführung in das deutsche Privatrecht und die Gerichtsorganisation sowie die gerichtliche Selbstverwaltung in der Bundesrepublik diskutierten die verschiedenen Berufsgruppen u.a. folgende Themen:

Die Diskussionen wurden äußerst lebhaft geführt, und die Teilnehmenden zeigten sich sehr interessiert daran, das deutsche System kennenzulernen. Der interregionale Ansatz bot den Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie sich über die Verfahrensansätze in den Nachbarländern auszutauschen und Anregungen für die jeweils anstehenden Reformen zu sammeln.

In einer zweiten Phase des Programms sollen im kommenden Jahr jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter der Berufsgruppen die Möglichkeit bekommen, an deutschen Gerichten bzw. in Anwalts- und Notarkanzleien zu hospitieren und das gesammelte Wissen auch in der Praxis kennenzulernen.