Mazedonische Publikation mit prominenten Autoren zu den Folgen des Brexits

Brexit-Ausgabe der „Европско право“ (Europarecht, kurz EP)
Brexit-Ausgabe der „Европско право“ (Europarecht, kurz EP)

Soeben erschien die neueste Ausgabe der mazedonischen Fachzeitschrift „Европско право“ (Europarecht, kurz EP) zu den Folgen des Brexit. Die Zeitschrift wird seit sechs Jahren von der IRZ gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Juristischen Fakultät in Skopje herausgegeben.

Schwerpunktausgabe ermöglicht Einblicke in ausländische Diskussionen

Bei der neuesten Ausgabe der Zeitschrift handelt es sich um eine Schwerpunktnummer zur Vorgeschichte und zu den möglichen Auswirkungen des Brexit. Das Thema wird von Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Staaten beleuchtet.

Großen Raum nehmen hierbei bereits in ausländischen Zeitschriften veröffentlichte und in Übersetzung abgedruckte Beiträge ein, die auch mazedonischen Leserinnen und Lesern ohne Fremdsprachenkenntnisse einen Einblick in die verschiedenen im Ausland diskutierten Fragestellungen und die dort vertretenen unterschiedlichen Auffassungen ermöglichen.

Starke Unterstützung verschiedener deutscher Fachzeitschriften

Möglich wurde ein solch breites Spektrum durch die Unterstützung zahlreicher Einzelpersonen, Redaktionen anderer Publikationen und von deren Herausgebern. So stammen gleich mehrere der übersetzten Beiträge aus der Zeitschrift „Südosteuropa“, die vom Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben wird. Je ein weiterer Beitrag wurden in deutscher Sprache in der vom Deutschen Notarverein e.V. (DNotV) herausgegebenen Zeitschrift „notar“ und in „Recht der internationalen Wirtschaft“ (RIW) erstveröffentlicht.

Prominente Autorinnen und Autoren

Zu den Autorinnen und Autoren zählen u.a.:

  • Erhard Busek, österreichischer Vizekanzler a.D. und früherer Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa,
  • Dr. Oliver Vossius, Präsident des Deutschen Notarvereins, sowie
  • Rechtsanwalt Dr. Thomas R. Klötzel, Stuttgart und Shanghai.

Außerdem kommen verschiedene Südosteuropa-Fachleute in der Publikation zu Wort: Andrea Despot, Hannes Granditis, Wolfgang Höpke, Dušan Relić, Gabriella Schubert und Sevasti Trubeta. Die Situation aus britischer Sicht beschreibt John Breilly.

Diesem Blick in die ausländische Fachpresse geht ein einleitender Beitrag aus mazedonischer Sicht voraus, den Dr. Julija Brsakoska Bazerkoska verfasst hat. Schließlich rundet ein Bericht über die Veranstaltung „Südosteuropa zwischen Erwartung und Ernüchterung“ der Südosteuropa-Gesellschaft das Bild ab.

Website vergrößert Adressatenkreis

Verbreitet wird die Druckausgabe der EP über das in mehr als einem Jahrzehnt geschaffene breite Netzwerk der IRZ in Mazedonien. Darüber hinaus besitzt auch diese Publikation des Südosteuropa-Bereichs der IRZ zur Erhöhung der Reichweite und Nachhaltigkeit eine eigene Webpräsenz.

Dort werden die Ausgaben der EP, aber auch die verschiedenen Beiträge einzeln sowie Zusammenfassungen in deutscher Sprache zum Herunterladen angeboten.

Redakteure der EP sind Dr. Aleksandar Spasov, Juristische Fakultät Skopje, und Dr. Stefan Pürner, IRZ.

Mazedonien: IRZ-Newsletter zur Rechtsprechung des EGMR

IRZ-Newsletter zum EGMR in mazedonischer und albanischer Sprache

Soeben ist die neueste Ausgabe des Newsletters zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) erschienen, den die IRZ zusammen mit dem mazedonischen Regierungsvertreter vor dem Straßburger Gericht herausgibt.

Dieser Newsletter ist speziell auf die Bedürfnisse der mazedonischen Rechtspraxis abgestellt. Deshalb enthält er außer Zusammenfassungen von Entscheidungen, die gegen Mazedonien ergangen sind, auch Informationen über Urteile gegen andere Staaten zu Themen, die auch in Mazedonien von erheblicher Bedeutung sind. Darüber hinaus erscheint der Newsletter außer in Mazedonisch auch in der Sprache der albanischen Bevölkerungsminderheit.

Die Verteilung in Druckform erfolgt über den mazedonischen Regierungsvertreter vor dem EGMR als Projektpartner, so dass alle mazedonischen Richterinnen und Richter den Newsletter in der eigenen Muttersprache erhalten.

Darüber hinaus bietet der EGMR in seiner Internet-Datenbank HUDOC die in dem Newsletter enthaltenen Zusammenfassungen zu den Urteilen in beiden Sprachen unter ausdrücklichem Hinweis auf die IRZ zum Herunterladen an.

Deshalb ist der Inhalt des Newsletters auch Personen zugänglich, die sich direkt auf der Internetseite des EGMR in mazedonischer oder albanischer Sprache informieren.

Da der Newsletter bereits im dritten Jahr erscheint, ist er unter mazedonischen Juristinnen und Juristen bereits sehr bekannt.

Der EGMR hob schon 2015 die Zusammenarbeit mit der IRZ in "Information Note on the Court's case-law/ Note d'information sur la jurisprudence de la Cour" in einem ausführlichen Bericht als gutes Beispiel für gemeinsame Aktivitäten hervor.

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Neues mazedonisches IPR-Gesetz dient EU-Harmonisierung

Blick in den Seminarraum
Blick in den Seminarraum

Am 27. April 2017 fand in Skopje das gemeinsam von der IRZ und der mazedonischen Akademie für Richter und Staatsanwälte organisierte Seminar „Zuständigkeiten und anwendbares Recht nach dem neuen Gesetz über das Internationale Privatrecht“ statt.

Referenten waren Professor Dr. Toni Desoski, Skopje, einer der Mitautoren des neuen IPR-Gesetzes, und Professor Dr. Slavko Djordjevic, Kragujevac, der Mitglied in der serbischen Expertenkommission zur Ausarbeitung des dortigen neuen IPR-Gesetzes ist.

An dem Seminar nahmen Richterinnen und Richter aus den Zivilrechtsabteilungen verschiedener Gerichte, Anwältinnen und Anwälte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Vereinigung der jungen Juristen teil. Bei der Veranstaltung wurden zahlreiche Beispielfälle vorgestellt, die die teilweise neuen Regelungen des mazedonischen Gesetzes in ihrer praktischen Anwendung illustrierten.

Anlass des Seminars war die Verabschiedung des neuen mazedonischen IPR-Gesetzes. Dieses erfüllt eine konsequente EU-Harmonisierung und eine Heranführung an internationale Standards, einschließlich der Haager Übereinkommen. Das neue Gesetz ersetzt Vorgängerlösungen, die noch aus der sozialistischen Zeit stammten.

Ein Beitrag zum neuen mazedonischen IPR-Gesetz mit einer ausführlichen deutschen Zusammenfassung findet sich auch in der Ausgabe 2/2016 der von der IRZ mitherausgegebenen südosteuropäischen Juristenzeitschrift Nova Pravna Revija (NPR). Er kann auf dieser Website als PDF-Dokument heruntergeladen werden: NPR 2/2016.