Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppen
Algerien

Vom 15. bis 17. Oktober 2019 fand in Algier das vierte und letzte Treffen der Arbeitsgruppen zur algerischen Strafvollzugsreform statt. Die IRZ organisierte die Veranstaltung im Rahmen des zweijährigen Tandemprojekts zur Strafvollzugsreform in Algerien, welches vom Auswärtigen Amt gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz noch bis Ende 2019 gefördert wird.

Die vier Arbeitsgruppen arbeiteten zu je einem der folgenden Themen:

  1. Menschenrechtskonforme Behandlung von Inhaftierten bei der Aufnahme
  2. Individueller Vollzugsplan und Klassifizierung
  3. Zusammenarbeit mit externen Akteuren
  4. Ausbildung des Strafvollzugspersonals

Die Zusammenarbeit in vier thematischen Arbeitsgruppen soll eine möglichst bedarfsorientierte Ausführung des Projekts gewährleisten. Bei diesem letzten Arbeitstreffen stimmten sich die Gruppen an zwei Arbeitstagen über die finale Version ihrer Arbeitsergebnisse ab. Die durch die Arbeitsgruppen 1 und 2 erstellten Handbücher, sowie die durch die Arbeitsgruppen 3 und 4 erarbeiteten Empfehlungen werden Ende dieses Jahres zum Projektabschluss präsentiert.

Am dritten Tag dieses Treffens besuchten die Arbeitsgruppen gemeinsam die Strafvollzugsanstalt in Koléa (Tipasa). Im Rahmen dieses Besuchs wurden die einzelnen Stationen des Aufnahmeverfahrens gemäß dem erarbeiteten Handbuch exemplarisch dargestellt.

Von deutscher Seite begleiteten im Auftrag der IRZ folgende Experten aus dem Justizvollzug Nordrhein-Westfalens und Berlins die Veranstaltung:

  • Kai Abraham, Referent in der Abteilung III der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung;
  • Justizvollzugsamtsinspektor Alexander Gundlach, Dozent der Bildungsstätte Justizvollzug Berlin;
  • Andreas Illerhaus, Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Abt. IV Justizvollzug – Referat IV B 3 Organisation u. Logistik Justizvollzug;
  • Mathias Nagel, Referent in der Abteilung III der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin;
  • Dr. Stefan Cassone, Stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalt Bochum;
  • Ralf Teschner, Justizvollzugsamtsinspektor, Justizvollzugsanstalt Essen.
Die für dieses finale Arbeitsgruppentreffen gesetzten Ziele wurden allesamt erreicht, und sowohl die algerische als auch die deutsche Seite lobten die vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit während der vergangenen zwei Jahre. Die Arbeitsgruppen werden ihre Ergebnisse im Rahmen einer Abschlusskonferenz am 26. und 27. November 2019 in Algier vorstellen.