Die Teilnehmerin und die Teilnehmer der Studienreise mit Jörg Gaus (Mitte), Dezernat 43 des Landeskriminalamts Niedersachsen, und Oberstaatsanwalt Mergen Mendigaliyev (links daneben), Leiter der Delegation
Die Teilnehmerin und die Teilnehmer der Studienreise mit Jörg Gaus (Mitte), Dezernat 43 des Landeskriminalamts Niedersachsen, und Oberstaatsanwalt Mergen Mendigaliyev (links daneben), Leiter der Delegation
Kasachstan

Vom 28. bis 30. Oktober 2019 besuchte eine Delegation der kasachischen Generalstaatsanwaltschaft das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Kompetenzstelle Islamismusprävention in Niedersachsen, das niedersächsische Justizministerium und die Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Die Studienreise zum Thema „Terrorismusbekämpfung in Deutschland“ hatte die IRZ organisiert.

Eine Oberstaatsanwältin und sechs Oberstaatsanwälte, die sich mit der Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus in Kasachstan beschäftigen, sowie ein leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Forschungszentrums an der Akademie zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus informierten sich in Niedersachsen zu folgenden Themen:

  • Risiko- und Gefährdermanagement im Bereich islamistischer Gefährder,
  • Bewertungssystem der Gefährlichkeit radikalisierter Personen,
  • Vorstellung der Richtlinien zum Umgang mit religiösem und politischem Extremismus im Justizvollzug,
  • Maßnahmen der Deradikalisierung/ Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation Violence Prevention Network,
  • Vernetzung in der Arbeit mit den Kommunen und der kommunalen Zivilgesellschaft sowie
  • Vorstellung der Arbeit im Bereich Prävention von salafistischer Radikalisierung.
Die Delegation interessierte sich insbesondere für die Strukturen und Prozesse der Behörden, für die konkreten Ermittlungsmaßnahmen sowie die Präventionsarbeit gerade bei der Rekrutierung von Kindern und verglichen jeweils das kasachische System mit dem deutschen. Darüber hinaus äußerten sich die kasachischen Gäste positiv zum europäischen Netzwerk und zur Erfolgsquote, die die überstaatliche Zusammenarbeit der EU-Länder vorweisen kann. Für die Zukunft besteht von beiden Seiten ein großes Interesse an einer weitergehenden Zusammenarbeit.Moldova