Die Teilnehmenden des praxisorientierten Fortbildungsaufenthaltes für englischsprachige Notarinnen und Notare sowie Notarassessorinnen und Notarassessoren mit Herrn Notar Dr. Lovro Tomasic  (5. v. links)
Die Teilnehmenden des praxisorientierten Fortbildungsaufenthaltes für englischsprachige Notarinnen und Notare sowie Notarassessorinnen und Notarassessoren mit Herrn Notar Dr. Lovro Tomasic (5. v. links)
Multilateral

Teilnehmende aus sechs Partnerstaaten trafen sich nach zweijähriger Corona-Zwangspause vom 24. bis 31. Juli 2022 zur zweiten englischsprachigen praxisorientierten Fortbildung für Notarinnen und Notare erstmals wieder in Präsenz.

Gemeinsam mit der Bundesnotarkammer führt die IRZ seit 2018 – alternierend mit dem Notarhospitationsprogramm in deutscher Sprache – alle zwei Jahre eine multilaterale praxisorientierte Fortbildung in englischer Sprache für die Notarschaft sowie Notarassessorinnen und Notarassessoren durch.

Im Fokus des diesjährigen Programms standen die Rolle der Notarschaft in der vorsorgenden Rechtspflege in Deutschland, der Zugang zum Amt sowie Fragen zur berufsständischen Vertretung auf nationaler und internationaler Ebene.

Die Referierenden erörterten Themen wie Immobilienrecht, Familien- und Erbrecht sowie Gesellschaftsrecht in der notariellen Praxis und diskutierten mit den Teilnehmenden intensiv die Vorteile und Herausforderungen der Digitalisierung des Notariats.

In Ergänzung zu den Vorträgen und Diskussionen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, das Notariat von Dr. Rabl und Dr. Gassen in Bonn zu besuchen und sich im Gespräch mit Herrn Dr. Gassen eingehend zu Fragen der Büroorganisation auszutauschen.

An der Veranstaltung nahmen sieben Notarinnen und Notare sowie zwei Notarassessoren aus Georgien, Kasachstan, Montenegro, Serbien, der Türkei und Usbekistan teil. Kasachstan und Usbekistan sind dabei die jüngsten Mitglieder der Internationalen Union des Notariats – der Beitritt erfolgte im vergangenen Jahr.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr offen für den multilateralen Austausch mit ihren ausländischen und deutschen Kolleginnen und Kollegen, waren interessiert an den breitgefächerten Themenstellungen und nahmen motiviert und engagiert an den Diskussionen teil.

Das Feedback der Referierenden, die Teilnehmenden und der Organisatoren war ausnahmslos positiv. Es zeigte sich einmal mehr, dass die jahrelangen erfolgreichen Hospitationsprogramme der IRZ ein wichtiges Instrument im Kontext des Gesamtportfolios der Rechtsstaatsförderung sind.