Grafik: IRZ
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Russische Föderation

Am 17. September 2020 fand die russisch-deutsche Online-Konferenz zum Thema „Aktuelle Probleme der Juristenausbildung und der Rechtswissenschaft in Russland und Deutschland“ in Machatschkala statt. Die Veranstaltung wurde von der Rechtsakademie beim Justizministerium der Russischen Föderation organisiert, einer der größten juristischen Universitäten des Landes. An der Konferenz nahmen rund 50 Lehrende und Studierende vieler Filialen der Rechtsakademie teil, so z.B. aus Moskau, St. Petersburg, Tula, Krasnodar und Rostov am Don.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten IRZ-Projektbereichsleiterin Tatiana Bovkun und Oxana Schabarschova, Leiterin der Abteilung für internationale Beziehungen der Rechtsakademie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die gegenwärtige Bedeutung der juristischen Ausbildung und Forschung in beiden Ländern. Folgende Themen wurden in Vorträgen vorgestellt und anschließend diskutiert:

  • „Forschungsaktivitäten als integraler Bestandteil des Bildungsprozesses an russischen Universitäten“ von Dr.Tatjana Batrowa, Professorin am Lehrstuhl für Zivil- und Wirtschaftsrecht der Rechtsakademie
  • „Symbiose der Rechtspraxis, der Rechtswissenschaft und der Juristenausbildung in Russland“ von Dr. Elvira Esenbulatova, Leiterin des Lehrstuhls für Strafrecht der Akademie
  • „Rolle der Juristenausbildung in der Entwicklung der Rechtskultur in Russland: Probleme und Perspektiven" von Dr. Zuchra Omarova, Lehrstuhl für Verfassungs- und Verwaltungsrecht
  • „Juristische Ausbildung in neuen Herausforderungen - Balance von Online-und Offline-Technologie“ von Dr. Xenia Pitulko, Dozentin an der Filiale der Rechtsakademie in Sankt Petersburg
  • „Juristenausbildung in Deutschland“ von Dr. Christian Schaich, Geschäftsführer ZOiS (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien)
  • „Rechtsforschung in Deutschland“ von Dr. Christian Schaich
  • „Rolle der Forschungsarbeit bei der Umsetzung der Magisterprogramme“ von Dr. Galina Shklyaev, Dozentin an der Filiale der Rechtsakademie in Izhevsk

Im Auftrag der IRZ beteiligte sich Dr. Christian Schaich, Administrativer Geschäftsführer des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH an der Konferenz. Er stellte die deutsche Besonderheit der zweistufigen Ausbildung zur Volljuristin/ zum Volljuristen vor, die aus einem Universitätsstudium mit anschließendem Rechtsreferendariat besteht. In seinen Ausführungen zeigte Dr. Schaich die Unterschiede in Forschung und juristischer Ausbildung in Russland und Deutschland auf.

Die Konferenz ermöglichte einen vielschichtigen Erfahrungsaustausch zum Thema. Die Vorträge stießen auf großes Interesse der Teilnehmenden. Die Online-Veranstaltung zeichnete sich durch eine besonders vertrauensvolle und professionelle Atmosphäre aus.