Grafik: IRZ
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Russische Föderation

Am 10. Dezember 2020 organisierte die IRZ zusammen mit der Rechtsakademie des Justizministeriums der Russischen Föderation eine russisch-deutsche wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Bekämpfung der Korruption und der Schattenwirtschaft: Fragen der Wirksamkeit von Rechtsinstrumenten“. Die Online-Veranstaltung richtete sich an rund fünfzig Teilnehmende, darunter:

  • Staatsanwältinnen und Staatsanwälte,
  • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte,
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie
  • Studierende

Auf deutscher Seite beteiligten sich als Experte und Expertin der IRZ Stefan Schlotter, Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, und Karin Schreitter-Skvortsov, Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Dresden.

Stefan Schlotter lieferte einen Beitrag zu Korruptionsermittlungen in Deutschland. Zudem stellte er die deutschen Strafnormen vor, warf einen Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik und zeigte anhand von konkreten Fallbeispielen die Probleme der Anhörungen im Korruptionsbereich auf. Als ausgewiesene Expertin für Korruption und Einziehung des Vermögens in Korruptionsfällen ging Karin Schreitter-Skvortsov in ihrem Vortrag auf zahlreiche Beispiele aus der fachlichen Praxis ein.

Die russische Seite wurde durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rechtsakademie der Filiale Sankt Petersburg vertreten:

  • Dr. Elena Fomenko, Dozentin am Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie, beleuchtete das Thema „Strafrechtliche Instrumente der Korruptionsbekämpfung: aktuelle Trends, Doktrinen und Praxis“.
  • Dr. Juri Kondratyev, ebenfalls Dozent am Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie, referierte zur Legitimität der Anwendung zivilrechtlicher Vermögenseinziehung bei der Korruptionsbekämpfung.
  • Dr. Egor Trofimov, Leiter des Lehrstuhls für Verwaltungs- und Finanzrecht, und Svetlana Garcia, Rechtsanwältin des Stadtkollegiums Sankt Petersburg, befassten sich gemeinsam mit dem Thema der Antikorruptionserklärung im ethischen Paradigma.

Die Online-Konferenz war von einer regen und konstruktiven Diskussion geprägt. Dazu nutzten die Teilnehmenden bereits während der Vorträge die Chat-Funktion. Nach den Vorträgen konnten sie ihre Fragen dann direkt den jeweiligen Referentinnen und Referenten stellen.