Am 17. Juni 2015 veranstaltete die IRZ zusammen mit der Rechtsakademie beim Justizministerium der Russischen Föderation die Konferenz „Besonderheiten der Rechts- und Gesetzesanwendung in Hinblick auf die juristischen Personen unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland und Russland". Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Auswärtigen Amt finanzierten Projekts „Förderung der Rechtszusammenarbeit in der Russischen Föderation" statt.

Die russischen Referentinnen und Referenten berichteten über die neuesten Entwicklungen der Gesetzgebung im Bereich des Gesellschaftsrechts, insbesondere über die neue Rechtsformen juristischer Personen. Dabei wurden auch Probleme bei der Anwendung der neuen Gesetzgebung und der rechtliche Status von ausgewählten Rechtsformen juristischer Personen, wie z. B. die offene Handelsgesellschaft, thematisiert. Auch sprach man über Möglichkeiten, die Entwicklung einer Sozialwirtschaft durch die Gesetzesänderungen im Bereich des Gesellschaftsrechts zu stärken.

Die deutschen Referenten erörterten die Situation in Deutschland und gingen dabei im Einzelnen auf die Unterschiede des deutschen und russischen Gesellschaftsrechts, einzelne Rechtsformen und die Führung und den öffentlichen Glauben eines Handelsregisters ein.

Außerdem widmeten sie sich dem Thema der Kreditsicherung bei bilateralen Verträgen, vor allem der Frage, mit welchen Mitteln (z.B. ein Eigentumsvorbehalt) sich ein ausländischer Unternehmer absichern kann, wenn er Lieferverträge mit einer russischen Firma abschließt.