Erarbeitung der Handreichung in Bukarest unter Leitung von Hans-Dieter Hilken und Roland Weber (v.l. an der Stirnseite des Tisches)
Erarbeitung der Handreichung in Bukarest unter Leitung von Hans-Dieter Hilken und Roland Weber (v.l. an der Stirnseite des Tisches)

In der Woche vom 15. Januar 2018 fanden parallel in Bukarest und Sofia Workshops und Runde Tische im Rahmen des EU-Action-Grant-Projekts Enhancing the efficiency of the public prosecutor´s offices of Bulgaria and Romania in the field of dealing with victims of crime and promoting their cooperation with local and foreign victim support organisations statt. Dieses zweijährige Projekt führt die IRZ seit Februar 2016 in Kooperation mit der bulgarischen und rumänischen Staatsanwaltschaft sowie dem Weißen Ring e.V. federführend durch.

In mehreren Sitzungen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der rumänischen, bulgarischen und deutschen Projektpartner ein Memorandum of Understanding für die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen in Bulgarien und Rumänien. Darüber hinaus entwickelten sie mit Unterstützung des deutschen Projektpartners Weißer Ring e.V. eine Broschüre für die Opfer von Gewalttaten.

Schließlich entstand in beiden Ländern in einem jeweils zweitägigen Workshop eine Handreichung zur Verbesserung der staatlichen Institutionen, insbesondere der Polizei und der Staatsanwaltschaft in punkto Opferschutz. Diese soll den beteiligten Stellen zukünftig als Unterstützung im täglichen Umgang mit Opfern von Gewalttaten dienen. Grundlage der Handreichung ist die Umsetzung der Richtlinie 2012/29/EU über Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten in die Praxis. Diese Komponente wurde durch die Experten Walter Selter (Generalstaatsanwalt a.D.), Hans-Dieter Hilken (Kriminaldirektor a.D.) und Roland Weber (Opferbeauftragter des Landes Berlin) intensiv beraten und in Zusammenarbeit mit den rumänischen und bulgarischen Kolleginnen und Kollegen erstellt.

 

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