Abschlussveranstaltung des EU-geförderten Projekts zur “Steigerung der Kapazitäten und Ressourcen im Strafvollzug der Republik Serbien”
Abschlussveranstaltung des EU-geförderten Projekts zur “Steigerung der Kapazitäten und Ressourcen im Strafvollzug der Republik Serbien”
Serbien

Am 20. Februar 2019 fand die Abschlussveranstaltung des EU-geförderten Projekts zur “Steigerung der Kapazitäten und Ressourcen im Strafvollzug der Republik Serbien” in Belgrad statt. Das auf 20 Monate ausgelegte Projekt wurde von der IRZ zusammen mit dem österreichischen Agency for Economic Cooperation and Development (AED) als Juniorpartner und der Administration for the Enforcement of Penal Sanctions des serbischen Justizministeriums umgesetzt.

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprachen die serbische Justizministerin Nela Kuburović, die stellvertretende Leiterin der Delegation der Europäischen Union in Serbien, Mateja Norčič Štampcar, der deutsche Botschafter in Serbien, S.E. Thomas Schieb, der Bundesminister für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz der Republik Österreich, Dr. Josef Moser, der Assistent des Finanzministers der Republik Serbien, Marko Jovanović, und die Projektbereichsleiterin für EU Twinning-Projekte der Deutschen Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ), Franziska Simon. Die im Zuge der Projektumsetzung erzielten Ergebnisse wurden von der Projektleiterin des Mitgliedsstaates Krista Schipper und dem Langzeitberater Samuli Laulumaa vorgestellt.

Im Hinblick auf Serbiens EU-Beitrittsprozess sind im serbischen Strafvollzug Reformen notwendig, um die entsprechenden strafrechtlichen Standards zu erfüllen und die Grundrechte von Gefängnisinsassen sicherzustellen. In diesem Zusammenhang war das Projektziel eine Verbesserung im Strafvollzug durch den Transfer von Fachwissen und bewährten Praktiken der in den EU-Mitgliedsstaaten entwickelten Strafvollzugssysteme. Während des zwanzigmonatigen Projektes arbeiteten die Experten der IRZ und des AEG eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen von der Administration for Enforcement of Penal Sanctions zusammen. Dabei wurden eine Reihe von Aus- und Weiterbildungsseminaren, Workshops, Studienreisen und Konferenzen organisiert, um die Vermittelbarkeit von Vorbestraften zu verbessern und zugleich auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen im serbischen Strafvollzug zu verbessern.

Die Experten arbeiteten in diesem Projekt darüber hinaus auch an einer Steigerung der organisatorischen und technischen Kapazitäten des Centre for Training and Professional Education of the Administration for Enforcement of Penal Sanctions in Niš, das für die Entwicklung und Umsetzung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen für die Mitarbeiter im Strafvollzug zuständig ist. Durch das Projekt konnten die Mitarbeiter im Sicherheits-, Therapie und Gesundheitsbereich weitergebildet werden. In der Frauenhaftanstalt Požarevac erhielten die weiblichen Insassen Aus- und Weiterbildungsangebote.

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