Handbuch zum europäischen Datenschutz in mazedonischer Sprache vorgestellt

  • Der Ständige Vertreter der Botschafterin, Hans-Helge-Sander, bei seinen Grußworten

    Der Ständige Vertreter der Botschafterin, Hans-Helge-Sander, bei seinen Grußworten

  • Die mazedonische Richterin am EGMR, Dr. Lazarova Trajkovska, bei ihrem Vortrag

    Die mazedonische Richterin am EGMR, Dr. Lazarova Trajkovska, bei ihrem Vortrag

  • Blick in den Veranstaltungssaal

    Blick in den Veranstaltungssaal

Am 6. Mai 2016 wurde in Skopje mit der Übersetzung des Handbuchs zum europäischen Datenschutzrecht eine weitere Publikation zur Europäischen Menschenrechtskonvention in mazedonischer Sprache vorgestellt. Diese wird von der IRZ in Zusammenarbeit mit der Case Law Information and Publication Divison des EGMR , dem Europarat und der Europäischen Agentur für Grundrechte (FRA) herausgegeben.

Das Handbuch zum europäischen Datenschutzrecht ist aufgrund des großflächigen Abhörens von ca. einer halben Million Telefonaten in Mazedonien hochaktuell. Dementsprechend groß war auch das Medieninteresse. Es berichteten u.a. das Wissenschaftsportal Akademik und die Presseagentur MIA.

Zum Auftakt der Veranstaltung sprach der Ständige Vertreter der deutschen Botschafterin, Hans-Helge Sander, ein Grußwort. Hauptrednerin war die mazedonische Richterin am Straßburger Gericht, Dr. Mirijana Lazarova Trajkovska. Sämtliche Beteiligten betonten den praxisorientierten Nutzwert der vorgestellten Publikation.

Die IRZ richtete die Veranstaltung zusammen mit ihren langjährigen Projektpartnern in Mazedonien aus: dem Ombudsmann, der Akademie für die Richter und Staatsanwälte, dem Vertreter Mazedoniens vor dem EGMR und der Rechtsanwaltskammer.

Das Handbuch zum europäischen Datenschutzrecht in mazedonischer Übersetzung ist auch auf der Internetseite des Straßburger Gerichts zum Download erhältlich: Прирачник за европското законодавство за заштита на податоците.

Ebenfalls vorgestellt wurde bei dieser Gelegenheit die neueste Ausgabe der bereits im fünften Jahr erscheinenden, von der IRZ mit herausgegebenen Zeitschrift für Europarecht "Evropsko Pravo (EP)", in der ebenfalls häufig Themen der EMRK behandelt werden und die auf unserer Website heruntergeladen werden können: Downloads.

Vortrag zum Missbrauch des Zivilrechts während des Nationalsozialismus zusammen mit EL§A

Dozent Dr. Aleksandar Spasov führt in die Gemeinschaftsveranstaltung mit EL§A Skopje an der Fakultät einDozent Dr. Aleksandar Spasov führt in die Gemeinschaftsveranstaltung mit EL§A Skopje an der Fakultät ein

Am 6. Mai 2016 fand eine Veranstaltung zum Missbrauch des Zivilrechts während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland statt. Die IRZ organisierte in Zusammenarbeit mit der Fakultätsgruppe Skopje der European Law Students Association (EL§A) einen Vortrag zum Thema. Dieser fand, trotz des Termins am späten Freitagnachmittag, das Interesse von mehr als 50 Studentinnen und Studenten, die im Anschluss auch ausgiebig diskutierten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Vorsitzende von EL§A-Skopje, Maja Veljanova, und Dozent Dr. Aleksandar Spasov, der einer der Vertrauensdozenten für die EL§A-Gruppe an der Fakultät ist. Der Ständige Vertreter der Botschafterin, Hans-Helge Sander, sprach ein Grußwort in mazedonischer Sprache.

Praxisorientierte Veranstaltung zur EMRK in Mazedonien

Rechtsanwalt Holger Hembach, Danica Djonova und die Direktorin der Akademie, Richterin Aneta Arnaudovska (Podium v.l.n.r.)Rechtsanwalt Holger Hembach, Danica Djonova und die Direktorin der Akademie, Richterin Aneta Arnaudovska (Podium v.l.n.r.)

Am 2. und 3. März 2016 organisierte die IRZ zusammen mit ihrem langjährigen Partner, der mazedonischen Akademie für die Richter und Staatsanwälte Pavel Šatev, das Seminar „Bedeutung von Artikel 1 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention".

Referenten waren der deutsche Rechtsanwalt Holger Hembach, der als früherer Mitarbeiter der OSZE selbst jahrelang in Mazedonien tätig war, und Danica Djonova vom Büro zur Vertretung Mazedoniens vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Bei der Veranstaltung, die die Direktorin der Akademie, Richterin Aneta Arnaudovska, eröffnete, wurden zahlreiche Fälle aus der einschlägigen Rechtsprechung des Straßburger Gerichtes vorgestellt.

Im Rahmen der Vorträge wurde auch die praktische Bedeutung des Themas dargestellt. Diese ergibt sich bereits daraus, dass im Zeitraum von 1959 bis 2004 ca. 13 Prozent der erfolgreichen Beschwerden vor dem Straßburger Gericht eine Verletzung des Art. 1 des ersten Zusatzprotokolls zum Gegenstand hatten. Im Mittelpunkt der weiteren Darstellung standen insbesondere die Rechtfertigung und die Angemessenheit von Eingriffen in das Eigentumsrecht.

Die Veranstaltung wurde auch in „Akademik", dem führenden wissenschaftlichen Internetportal des Landes, breit gewürdigt.

Das Thema Menschenrechte stellt einen Schwerpunkt der Tätigkeit der IRZ in Mazedonien dar. Diesbezüglich führt sie dort nicht nur Aus-und Weiterbildungsveranstaltungen durch, sondern gibt auch verschiedene einschlägige Publikationen in Mazedonisch und auch in der Sprache der albanischen Bevölkerungsminderheit heraus. Hierbei arbeitet die IRZ sowohl mit der Case-Law Information and Publications Division des EGMR als auch mit dem Büro des mazedonischen Vertreters vor dem Straßburger Gericht zusammen.