Parlamentarischer Staatssekretär Christian Lange zum neuen Präsidenten des Kuratoriums der IRZ gewählt

Der neu gewählte Präsident des Kuratoriums der IRZ, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange (rechts), mit seinem Vorgänger Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth während der Kuratoriumssitzung am 16. November 2020 in Berlin
IRZ

Bei der Kuratoriumssitzung der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e.V. (IRZ) am Montag trat der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange die Nachfolge von Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth an.

Von Fürstenwerth, der ehemalige Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, hatte in den letzten 14 Jahren als Präsident den Weg der IRZ maßgeblich beeinflusst. Christian Lange, der seit sieben Jahren Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium ist und nun ein großes Erbe antritt, dankte dem scheidenden Präsidenten für sein Engagement zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit in den Partnerstaaten.

Lange betont:

„Im Zeichen des Friedens, der Menschenrechte und der Förderung der sozialen Marktwirtschaft unterstützt die Stiftung ihre Partnerländer darin, rechtsstaatliche, demokratische und marktwirtschaftliche Strukturen zu entwickeln. Es geht dabei zum Beispiel darum, eine gesetzmäßige und gegen Korruption widerstandsfähige Verwaltung oder eine unabhängige Gerichtsbarkeit aufzubauen. Die IRZ berät außerdem, mit welchen privatrechtlichen und wirtschaftlichen Reformen das Land für Investitionen geöffnet und langfristig der Grundstein zu wirtschaftlichem Erfolg gelegt werden kann, und sie hilft Wege zu finden, wie man traditionelles, gewachsenes Rechtsverständnis mit internationalen Anforderungen in Einklang bringen kann. Dies sind nur einige der vielen Bereiche, in denen die IRZ unter anderem mit vielfältigen Aus- und Weiterbildungsprogrammen aktiv ist.“

Wichtigste geographische Schwerpunkte der IRZ sind die Beratung und Unterstützung von EU-Beitrittskandidaten und potentiellen Beitrittskandidaten des westlichen Balkans, die Zusammenarbeit mit Vietnam im Rahmen des Deutsch-Vietnamesischen Rechtsstaatsdialogs sowie die Arbeit in Nordafrika und der Subsahara-Region. Noch Anfang dieses Jahres war Christian Lange im Senegal, wo er ein Memorandum of Understanding unterzeichnete.

„Korruption muss bekämpft werden, Menschenrechte sind einzuhalten. Die IRZ leistet damit einen wichtigen Beitrag, den Menschen dort ein sicheres und besseres Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig macht ein verlässliches Rechtssystem die Region auch für wirtschaftliche Akteure attraktiver. Mittelbar können so Flucht- und Migrationsursachen nachhaltig bekämpft werden. Damit kommt es zu einer Win-Win Situation: Wirtschaftsunternehmen bekommen Zugang zu neuen Märkten, da sie sich auf das Rechtssystem verlassen können, während die Menschen vor Ort in ihrem Heimatland Arbeit bekommen und eine weit bessere Perspektive, als ihnen die gefährliche Flucht durch die Wüste und Fahrt über das Mittelmeer verspricht. Dieses Engagement in Afrika wollen wir in Zukunft noch ausweiten.“, freut sich Lange auf seine Zeit als Präsident.