Dr. Birgit Grundmann, Sprecherin des Beirats „Recht und wirtschaftliche Transformation“ während der Konferenz in Berlin Afrika
Im Juni fand an unserem Berliner Standort eine zweitägige Konferenz zum Thema „Recht als Standortfaktor - Förderung von Investitionen in Afrika“ statt, durchgeführt mit unseren Partnern, dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und der Bundesrechtsanwaltskammer.
Wir begrüßten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Regierungen, Justiz, Wirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowohl aus unseren afrikanischen Partnerstaaten als auch aus Deutschland.
Wir freuten uns insbesondere über die Teilnahme unserer Vizepräsidentin Frau Ramona Pisal. Auch zwei weitere Mitglieder unseres Kuratoriums und zugleich des Beirats für Recht und wirtschaftliche Transformation, Frau Dr. Birgit Grundmann und Dr. Lovro Tomasic haben an der Konferenz teilgenommen und Panels zu „Rechtlichen Rahmenbedingungen bei Investitionen in Deutschland und den Partnerländern“ sowie zu „Rechtssicherheit und Investitionsschutz“ moderiert. In zwei weiteren Panels ging es um „Streitbeilegung und Durchsetzung von Rechten“ sowie „Perspektiven und Herausforderungen für Investitionsförderung“. In einem sehr lebendigen und konstruktiven Austausch haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam Strategien zu investitionsfördernden Rahmenbedingungen entwickelt.
Frau Dr. Grundmann dankte im Nachgang der IRZ herzlich für die Ausrichtung dieser wichtigen Konferenz mit den afrikanischen Partnerstaaten: “Sie hat gezeigt, wie bedeutsam Recht als Standortfaktor ist und wie Wirtschaft und Zivilgesellschaft von stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen profitieren können.“
Alexandra Albrecht, Hauptgeschäftsführerin der IRZ, während ihres Vortrags Afrika
Der fachliche Austausch zwischen hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Justiz und Strafvollzugsbehörden aus Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Mauretanien und Deutschland stand im Fokus unserer Informationsveranstaltung, durchgeführt in Kooperation mit der BRAK. Bewährte Praxislösungen wurden vorgestellt und von Mitgliedern des Kuratoriums der IRZ, wie unserer Vizepräsidentin Frau Ramona Pisal, mit ihren Diskussionen befruchtet.
Die Veranstaltung bot den Delegationen unserer Partnerstaaten die Möglichkeit, ihre aktuellen Herausforderungen und Reformansätze im eigenen Land zu präsentieren. Von deutscher Seite referierten OStA Ulrich Bremer zu gesetzlichen Grundlagen und praktischen Ansätzen alternativer Sanktionen sowie Pascal Décarpes, Kriminologe und internationaler Experte, zu Voraussetzungen und Überprüfungen in der Bewährungshilfe.
Für die afrikanischen Delegationen war die Informationsveranstaltung ein besonderer Moment, da sie ihre Erfahrungen in einem offiziellen Rahmen in Deutschland vorstellen konnten. Besonders hervorgehoben wurde die erfolgreiche Einführung alternativer Strafsanktionen in Marokko, die Umsetzung von Resozialisierungsprogrammen in Algerien, die Etablierung eines Bewährungssystems in Tunesien sowie Schulungen zu Alternativen zur Untersuchungshaft in Mauretanien und Ägypten.
Nach den Einführungsworten des BRAK-Präsidenten und IRZ-Kuratoriumsmitglieds Dr. Ulrich Wessels betonte Alexandra Albrecht, Hauptgeschäftsführerin der IRZ, wie wichtig der fachliche Austausch zu alternativen Sanktionen für die Entlastung der Justiz, die Humanisierung des Strafvollzugs und die Förderung der Resozialisierung sei. Und in der Tat bestätigen die Rückmeldungen aller Beteiligten, dass das Veranstaltungsformat einen besonders offenen und konstruktiven Dialog ermöglichte – eine positive Erfahrung sowohl für die deutschen Partnerinstitutionen als auch für die Delegationen aus Nordafrika.
Die Informationsveranstaltung schloss an vorherige Besuche der Delegationen beim BMJV, beim freien Träger Freie Hilfe e.V., den Besuch der Justizvollzugsanstalt Plötzensee und bei der Senatsverwaltung für Justiz Berlin an und bot so eine ganzheitliche Perspektive auf deutsche Praxis im Strafvollzug. Die IRZ wird den Prozess weiterhin begleiten und die Partnerländer bei der Umsetzung und Weiterentwicklung alternativer Strafmaßnahmen unterstützen.