NCP-Jahrestagung: Wissen teilen, voneinander lernen!
Am 17. September 2026 lud der NCP (National Contact Point bzw. Nationale Kontaktstelle) deutsche Behörden von Bund und Ländern zu seiner Jahrestagung nach Berlin ein. Sie dient dem Erfahrungsaustausch und Netzwerken zwischen deutschen Behörden, die sich mit Twinning-Projekten befassen. Die IRZ vertritt seit 1998 das BMJV bei der Bewerbung und Durchführung von EU-Twinning-Projekten im Justizbereich und ist daher regelmäßig Gast dieser bedeutenden Veranstaltung
Erfahrungen bei der Expertenfindung
Teresa Thalhammer, Koordinatorin für EU-Projekte bei der IRZ, teilte im Panel zum Thema Expertenfindung ihre Erfahrungen in den zahlreichen von der IRZ durchgeführten Twinning-Projekten der vergangenen Jahre. Moderiert von Bernd Schumacher vom NCP sprach sie mit Joachim Heyer vom Bundeskriminalamt. Besonders die Gewinnung geeigneter Expertinnen und Experten aus Justiz und juristischer Praxis stieß bei Kolleginnen und Kollegen anderer Ressorts auf großes Interesse: Dort gelingt es häufig nur schlecht, Praktikerinnen und Praktiker für die Teilnahme an Projekten freizustellen.
Was ist ein EU-Twinning-Projekt?
Bei diesem Förderinstrument der EU schließt sich Deutschland mit einem anderen EU-Staat zusammen, um einen Partnerstaat in einem konkreten Reformthema zu unterstützen. Die IRZ hat bislang über 90 solcher Projekte durchgeführt, aktuell sind es vier Projekte in Nordmazedonien, der Mongolei, Usbekistan und Jordanien; drei weitere Projekte (eines in Kasachstan, zwei in Marokko) stehen kurz vor dem Start. Mit einer Gewinnquote von 80 % in den vergangenen 10 Jahren und entsprechend ausgewiesener Twinning-Erfahrung gehört die IRZ zu den erfahrensten Institutionen in der deutschen Twinning-Landschaft.
Workshop für die Länder
Am Vortag organisierte der NCP zudem einen Workshop für die Kontaktstellen der Bundesländer. Ziel war es, Interesse an dem Instrument Twinning zu wecken und zu diskutieren, wie sich die Expertinnen und Experten aus Länderbehörden gewinnen lassen.