Grafik: IRZ
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Jordanien

In Kooperation mit dem Hohen Justizrat sowie der Justizakademie in Jordanien veranstaltete die IRZ vom 21. bis 24. September 2020 ein viertägiges Online-Training zum Thema „Bekämpfung der Organisierten Kriminalität“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Direktorin der jordanischen Justizakademie, Richterin Ihsan Barakat. Im Mittelpunkt des Trainings standen wirkungsvolle Strategien zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, die anhand von Fallbeispielen aus den Bereichen Geldwäsche und internationaler Drogenhandel diskutiert wurden. Weitere Themen der Veranstaltung waren:

  • Internationale Rechtshilfe,
  • Tatbestände der Wirtschaftskriminalität,
  • Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität,
  • Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung,
  • Datenstrukturen bei polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren,
  • Beurteilung von Zeugenaussagen sowie
  • Verfolgung von internationalen Geldflüssen.

Im Auftrag der IRZ beteiligten sich als Experten:

  • Jürgen Maurer, Vizepräsident des BKA a.D.,
  • Andreas Stüve, Oberstaatsanwalt sowie
  • Stefan Schlotter, Staatsanwalt.

Sie gaben den Teilnehmenden einen detaillierten Einblick in deutsche Ermittlungsstrategien bei der Bekämpfung von Organisierter Kriminalität und erläuterten das Zusammenspiel zwischen polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Zudem machten die IRZ-Experten darauf aufmerksam, dass für bessere Ermittlungserfolge vor allem der Bereich der Datenverarbeitung und der damit verbundene Informationsfluss zwischen den Ermittlungsbehörden stetig weiterentwickelt werden müsse.

Die regen Diskussionen und der Austausch zwischen den Experten und den Teilnehmenden zeigen das nach wie vor große Interesse der jordanischen Institutionen an diesem Thema. Aus diesem Grund strebt die IRZ an, die Kooperation bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität mit Jordanien fortzusetzen.

Das Online-Training fand im Rahmen der institutionellen Förderung durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) statt.