Grafik: IRZ
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Jordanien

Im Oktober und Dezember 2021 veranstaltete die IRZ in Kooperation mit dem jordanischen Justizrat und der jordanischen Justizakademie zwei Online-Seminare zum Thema „Moderne Justiz- und Gerichtsverwaltung“. Die Veranstaltungen richteten sich insbesondere an Gerichtspräsidentinnen und Gerichtspräsidenten und wurden im Rahmen der institutionellen Förderung durch das Bundesministerium der Justiz (BMJ) finanziert.  

Im Zentrum der Seminare standen u.a. folgende Schwerpunktthemen:

  • Moderne Gerichts- und Justizverwaltung in Jordanien und Deutschland
  • Strategien zur Stärkung der Effektivität, Effizienz und qualitativen Verbesserung der Arbeit von Gerichten
  • Change-Management in der Gerichts- und Justizverwaltung
  • Einstellungsverfahren und Methoden der Personalführung
  • Fortbildungsmöglichkeiten für die Richterschaft
  • Korruptionsbekämpfung in der Gerichts- und Justizverwaltung

Auf jordanischer Seite wurden die Seminare vom Präsidenten des Gerichts erster Instanz von Amman, Ayoub Al-Sawair, eröffnet. In seinen Vorträgen ging er vor allem auf die Strukturen und Reformvorhaben in der jordanischen Gerichtsverwaltung ein. Insbesondere haben auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie die jordanischen Gerichte vor große Herausforderungen gestellt und neue Bedarfe offengelegt.

Von IRZ-Seite wurden die Veranstaltungen durch Christian Schmitz-Justen, Vizepräsident des Oberlandesgerichts Köln, und Gerd Nolden, Leitender Regierungsdirektor des Oberlandesgerichts Köln, begleitet. 

Ziel der Veranstaltungen war es, Erfahrungen und Methoden zur Gerichts- und Personalführung auszutauschen und den Teilnehmenden neue Kenntnisse und Kompetenzen in diesen Bereichen zu vermitteln.

Auch im kommenden Jahr wird die IRZ ihre langjährige Zusammenarbeit mit der jordanischen Justiz weiterführen und vertiefen.